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Viszerofasziale Funktionsketten - Basismodul

Inhalt

Fortbildungspunkte 27

4-teilige Ausbildungsreihe, die die faszialen Verbindungen der Organe mit dem Bewegungsapparat und deren Bedeutung in der manuellen Therapie vermittelt.

Alle Viszera (Organe) des menschlichen Körpers sind sehr eng mit dem Bindegewebe (den Faszien) verbunden. Diese Verbindungen sind anatomisch-funktionell und umfassen neben den bekannten Ligamenta (Bändern) zahlreiche mehr oder weniger feste und lockere Faszien-Verbindungen.

Die Organe werden von den Faszien getragen, ernährt, innerviert, gegen andere Organe abgegrenzt, beweglich gehalten, vor Infekten geschützt und untereinander verbunden. Das Netzwerk der Faszien stellt die Grundlage der Gesundheit und der einwandfreien Funktion dar.

Die neuesten anatomischen Studien und histologischen Erkenntnisse zeigen, dass dem Fasziennetzwerk eine exakt definierte Ordnung und Struktur zugrunde liegt. Diese Struktur gibt den Organen Form und Halt und befestigt sie in den Körperhöhlen bei gleichzeitig notwendiger Mobilität. Die Körperhöhlen ihrerseits werden von Strukturen des Bewegungsapparates gebildet, wodurch eine enge – durch Faszien gebildete – physiologisch-funktionelle Verbindung zwischen den Organen und dem Bewegungsapparat entsteht.

Jedes innere Organ ist an Dreh- und Angelpunkten an den Körperhüllen befestigt und über fasziale Spannungslinien an sogenannten Ankerpunkten im Bewegungsapparat verankert. Diese Dreh-, Angel- und Ankerpunkte bilden ein dreidimensionales Fasziennetzwerk, in dem die Viszera und die Bewegungssegmente über Spannungs- und Kraftvektoren verbunden sind.
Somit beeinflussen sich Organe und Bewegungsapparat gegenseitig. Die viszeralen Funktionen und die Bewegungen der myofaszialen Strukturen sind gegenseitig voneinander abhängig und werden über die Faszien koordiniert. Störungen des einen Systems haben zwangsläufig Auswirkungen auf das andere.
Die Kenntnisse der Verbindungslinien und der speziellen Behandlungspunkte ermöglichen einen hochwirksamen therapeutischen Zugang, mit dem Ziel, die Versorgung, Innervation und Trophik der Organe nachhaltig zu verbessern und gleichzeitig den Bewegungsapparat zu entlasten.

Die Viszerale Faszientherapie unterscheidet sich grundlegend von bekannten viszeralen Therapien. Sie bietet einen umfassenden neuen Zugang zum koordinativen Zusammenspiel zwischen Viszera und den Bewegungssegmenten.
Die Behandlung wird an 4 faszialen Bereichen angesetzt:

•an den Anheftungsstellen der Faszien direkt an den Viszera (zB Peritoneum viszeralis)
•an den Anheftungsstellen der Faszien am Bewegungsapparat (zB Peritoneum parietalis)
•an den Anheftungsstellen in den oberflächlichen Faszien, den sogenannten Dreh- und Angelpunkten (in der Fascia profunda und Fascia superficialis)
•an den Verankerung der Faszien über das fasziale Spannungsnetzwerk in der Peripherie, an den sogenannten Ankerpunkten (zB an den Retinacula)

Behandlungsziele der viszeralen Faszientherapie:
•Verbesserung der Mobilität der Viszera
•Verbesserung von Trophik und Zirkulation
•Lösung von Adhäsionen und Restriktionen
•Lösung von Spannungen zwischen Viszera und Bewegungsapparat
•Entlastung des Bewegungssystems bei viszeralen und viszero-faszialen Veränderungen
•Behandlung der faszialen Drehpunkte, Angelpunkte und Ankerpunkte
•Regulation der vegetativen Innervation (afferent und efferent)

Die Ausbildung besteht aus 4 Modulen:

ein Basismodul (viszerofasziale Funktionsketten) und 3 darauf aufbauenden Modulen.

Das Basismodul vermittelt die anatomisch-physiologischen Grundlagen und die Behandlungsprinzipien, die Aufbaumodule vermitteln die Behandlungsmöglichkeiten der Viszera entsprechend der in der embryonalen Entwicklung entstandenen Faszienstruktur, formbestimmt durch die Funktion:

Kursleitung: Andreas Haas, Trainer für integrative Faszientherapie, Gründer und Leiter des Manus fascia.center, Ausbildungen in Osteopathie, Craniosacraler Therapie, Heilmassage, Tuina-Anmo-Therapie u.a.

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