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ARBEIT(s)LOS: Wertschöpfung - Wertabschöpfung - Wertschätzung? - Teil 3: Biblische Performance

Inhalt

Der Themenschwerpunkt Arbeit und die "Initiative Kulturelle Diakonie im Trierer Süden" laden zu einer Reihe ein, bei dem die Begriffe Wertschöpfung und Wertschätzung im Mittelpunkt von Arbeit und Arbeitswelten stehen. Die vier Veranstaltungen bauen aufeinander auf, können aber auch einzeln besucht werden. Die Themen und Ergebnisse des World-Café, der ersten Veranstaltung, werden aufgegriffen und in den folgenden Veranstaltungen aus einer anderen Perspektive beleuchtet.?Steht der Mensch als Mensch im Mittelpunkt oder seine wirtschaftliche Tätigkeit, d.h. die Werte, konkret die Waren undDienstleistungen, die er durch seine Arbeit schafft: Wertschöpfung oder / und Wertschätzung? Wirtschaftlich betrachtet kann Wertschöpfung sehr gut ohne Wertschätzung entstehen. Wer allerdings keine Wertschätzung erhält, macht Dienst nach Vorschrift, während Lob und Anerkennung die Menschen motiviert, sie sind mit Leidenschaft und Begeisterung bei der Sache und sehen einen Sinn in ihrer Arbeit.Das Gallup-Institut, das seit 2001 regelmäßig Studien zum Engagement-Index macht, zeigt auf, das nur bei ca. 15 % der Beschäftigten eine hohe emotionale Bindung besteht, die Übrigen haben eine geringe bzw. gar keine Bindung. Wertschätzung bedeutet, einen anderen Menschen wirklich wohlwollend wahrzunehmen ? die ganze Person, nicht nur deren Leistung, deren Zertifikate und Meinung. Doch sind Fehler erlaubt oder sogar ein mögliches Scheitern?Der Indikator für Waren und Dienstleistungen, für ihren Wert also, ist der Preis am Markt. Folgt man dieser Logik, dann stellt sich die Frage: welchen Wert hat ein Mensch, der keiner Erwerbsarbeit nachgeht, als arbeitslos gilt, wird ihm ein Wert zugestanden?Waren und Dienstleistungen haben ihren Preis, der Mensch hat keinen Preis, er ist nicht austauschbar. Ist Wertschätzung nicht eine Grundvoraussetzung in einem Unternehmen bzw. für menschliches Zusammenleben generell? Doch wo Wertschätzung in Arbeitsprozessen fehlt, wird der Mensch nur noch in seiner Funktion der Wertschöpfung verstanden. Es stellt sich die Frage, auf welchem Menschenbild diese Arbeitsethik dann beruht, und ob sie mit dem christlichen Werteverständnis übereintrifft? Ist der Mensch als arbeitendes Individuum nur oder gerade noch ?Abbild Gottes? (Gen 1,26f.) oder wird er dann der Wertschöpfung Untertan?
3. Veranstaltung: Biblische PerformanceLiteratur hat die Funktion der Zerstreuung und Verklärung. Literatur muss
keine Antwort geben, sondern aufwerfen. Diese Offenheit der Literatur
ermöglicht es Menschen, sich durch diese Fragen selbst zu positionieren und
Gefühl, Ratio, Alltagskompetenz und Handlungsmuster ästhetisch und dabei
wertfrei zu reflektieren.Biblische Performance möchte nicht wie der
Bibliolog vordergründig Bibelarbeit leisten, auch nicht wie das Bibliodrama
Persönlichkeitsbildung vorantreiben, sondern die Bibel als einen ästhetischen
Resonanzraum begreifen, der fremd in Sprache und Alltagswelt ist und deshalb
zur freien Assoziation einlädt und trotzdem an Erfahrungen gebunden ist, die
emotionale Bezüge und Deutungsmöglichkeit herstellt. Durch biblische Texte zum
Thema Arbeit sollen Fremd- und Eigenerfahrung zum Thema Wertschöpfung/Wertschätzung
thematisiert, dargestellt und abschließend diskutiert werden. Ziel ist es, über die biblisch ästhetischen
Resonanzraum sich selbst zu bestimmen und neue Perspektiven auf Arbeit und
Selbstwert zu finden.
Die "Initiative Kulturelle Diakonie im Trierer Süden" will eine soziale, kulturelle und spirituelle Teilhabe aller Menschen ermöglichen. Viele Menschen verlieren sich heute in den Anforderungen des Alltags, von dem Arbeit oft einen zentralen Stellenwert einnimmt. Diakonie setzt bei dem Einzelnen an, sie fördert die Wertschätzung, stärkt den Selbstwert und schaut auf die Bewältigung des Alltags. Kultur ermöglicht, Alltägliches in einem anderen Licht zusehen und zu einer Veränderung im Fühlen und Handeln zu ermutigen. Kulturelle Diakonie sieht den Menschen in der Spannung von sozialer Lebensrealität und seinen Sinnfragen und seinem Wunsch nach sozialer und kultureller Teilhabe.
Weitere Termine:Freitag 23.04.2021: World CaféSamstag 24.04.2021: Theatrales CoachingSonntag 02.05.2021: Abschlusspräsentation: Utopie Arbeit
Referent*nnen: Marc-Bernhard Gleißner, Regisseur und TheologeVeronika Ziegelmayer, Themenschwerpunkt Arbeit

Kooperationspartner:
Forschungszentrum Mittelstand Universität Trier
Universitätsring 15a
54296 Trier
Kooperationspartner:
Themenschwerpunkt Bibelpastoral und Biblische Bildung
Weberbach 17
54290 Trier
Kooperationspartner:
Ethik-Institut Vallendar-Trier
Lindenstraße 42
54296 Trier
Kooperationspartner:
Kolpingwerk Diözesanverband Trier
Dietrichstr. 42
54290 Trier

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Beschäftigte in Rheinland-Pfalz haben das Recht, sich bis zu zehn Tage in zwei Jahren von der Arbeit freistellen zu lassen, um sich beruflich oder gesellschaftspolitisch weiterzubilden. Sie erhalten in dieser Zeit weiter ihr reguläres Gehalt und müssen dafür keinen Urlaub nehmen! Weitere Informationen und alle Veranstaltungen, für die eine Freistellung möglich ist, finden Sie über den folgenden Link.

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