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Kultur- und migrationssensibles Fallverstehen in der Beratung von Migrantenfamilien und Gefluechteten

Dieses Angebot ist abgelaufen.

Inhalt

Interkulturelle Beratungsarbeit ist angesichts der jahrzehntelangen Zuwanderung eine Erfordernis, die auf der Hand liegt. Aber fachlich fehlt häufig genug die Handlungskompetenz, dieser Herausforderung angemessen zu begegnen. Der gesellschaftlich definierte "Migrationshintergrund" umfasst ein Spektrum von den gerade nach Deutschland eingewanderten oder geflüchteten Menschen bis hin zu deutschen Familien mit Migrationsvergangenheit. Kultur- und migrationssensibles Fallverstehen muss diesen Spagat immer wieder neu bewältigen und dabei möglicherweise kulturelle Differenz und Fremdheit überwinden. Oftmals werden wir mit eigenen Stereotypen, Vorurteilen oder Einstellungen konfrontiert, die uns den Zugang zur Klientel erschweren können, wenn sie nicht ins Bewusstsein gelangen und hinterfragt werden. Auch unser methodisches Knowhow muss auf seine Brauchbarkeit für den interkulturellen Beratungsprozess überprüft werden.

Zielgruppe: Fach- und Leitungskräfte aus der Sozialen Arbeit und dem Bildungs- und Gesundheitswesen, die in der interkulturellen Beratungsarbeit tätig sind.

Inhalte:

  • Verständnis von Migration als Prozess mit individuellem lebensgeschichtlichem Verlauf
  • Differenzierung kultur- und migrationssensibler Sichtweisen
  • Hypothesenbildung im Rahmen eines Modells interkulturellen Fallverstehens
  • Integration unterschiedlicher kultureller Sichtweisen in die Beratung
  • Aneignung kulturspezifischer und interkultureller Kenntnisse durch Hinzuziehen kultureller Experten und Expertinnen und durch Kooperation mit migrant/-innenspezifischen Institutionen
  • Selbstachtsamkeit und das Aushalten divergierender Wertekonzepte
  • Überprüfen eigener Werthaltungen und Lebensentwürfe und ihrer Relativität
  • Überwinden sprachlicher Verständigungsprobleme

Arbeitsformen: Neben Theorieinputs werden Arbeitsformen zum Einsatz kommen, die eine aktive Teilnahme ermöglichen, auch die Auseinandersetzung mit eigenen Stereotypen und Vorurteilen. Die Teilnehmenden sollten eigene Fälle und interkulturelle Begegnungskonstellationen präsent haben und in den Workshop einbringen.

Referent: Paul Friese, Dipl.-Psychologe, Psychologischer Psychotherapeut, Verhaltenstherapeut, Hypnotherapeut (MEG), Frankfurt

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