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Fachkraft offene Arbeit Offene Arbeit im Bereich der Frühen Bildungsbegleitung

Inhalt

DIE PÄDAGOGISCHE FACHKRAFT IM KONTEXT DER OFFENEN ARBEIT
IM BEREICH DER FRÜHEN BILDUNGSBEGLEITUNG

Alles was Kinder stärkt steht im Vordergrund und leitet pädagogische Fachkräfte im Kontext der Offenen Arbeit
"Mit der Entscheidung für Offene Konzepte haben wir nicht den einfachsten Weg gewählt. Das ist schon mal klar. Ständig in Bewegung und Veränderung begriffen zu sein, in Reflexion und Auseinandersetzung - nichts für Leute, die zur Ruhe kommen oder alles beim Alten las-sen wollen" (Lill 2006, S.3 f). Das Konzept der "Offenen Arbeit" beziehungsweise des offenen Kindergartens wurde in den (19)70er Jahren parallel und im Zusammenhang mit anderen Reformansätzen, zum Beispiel dem Situationsansatz (Stichwort: Öffnung nach innen und außen) in der damaligen Bundesrepublik durch die jeweiligen pädagogischen Fachkräfte aus der Praxis heraus entwickelt. Gründe waren die Unzufriedenheit mit bestehenden Verhältnis-sen innerhalb der pädagogischen Arbeit, die Reflexion der bestehenden traditionellen Grup-penstrukturen, des Raumkonzeptes sowie der Gedanke "Bildung anders zu denken" und Kinder als sich selbstbildende Individuen zu sehen und darin anzuerkennen. Die logische Konsequenz erfolgte auf organisationspädagogischer Ebene durch die Öffnung bestehender "Gruppenstrukturen" und die Möglichkeit für Kinder, die Kindertageseinrichtung als ein "Haus für Kinder" zu erleben. Dies ermöglichte das Ziel, Kindern mehr Bewegungs- und Entde-ckungsraum zu geben (vgl. Vollmer 2010, S. 146) und erweiterte und sicherte die Selbstbe-stimmungs- und Beteiligungsrechte für Kinder allen Alters und aller Voraussetzungen. Kern des Konzeptes ist es, das Wohlbefinden jedes einzelnen Kindes und dies (altersunabhängig) mit seinen Eigenheiten wahrzunehmen, die Signale der Kinder in den Mittelpunkt der Auf-merksamkeit zu stellen und hieraus pädagogische Schritte abzuleiten. Im Gegensatz zu vielen anderen theoretischen Konzepten im Kindergarten, entstand die Offene Arbeit als Basis-bewegung. "Sie begann damit, das wache, selbstkritische und reflexionsbereite Erzie-her-innen und Kindergartenteams die Situation für Kinder durch die Öffnung von Gruppen verbessern wollten (vgl. Regel/Kühne 2001, S.9). In Verbindung mit der Offenen Arbeit wuchs das Bewusstsein, ein eigenes Profil zu schaffen, um Kindern gerechter zu werden. In diesem Prozess der Selbstwirksamkeit kristallisierten sich Themen heraus, die später Eingang in die Qualitätskonzepte fanden (vgl. G. Regel/ T. Kühne 2007, S.11). Deutlich wird, dass die Selbstwirksamkeit oder die Selbstbestimmtheit durch partizipative Strukturen den Kern der Offenen Arbeit darstellen und zeigt sich in der konzeptionellen Sichtweise, die in der Praxis, durch die Gestaltung differenzierter Lernumgebungen für und mit Kindern angewandt werden (vgl. Reichert et.al. 2015, S. 63). Umgesetzt wird dies durch pädagogische Fachkräfte, die ihre eigene bestehende pädagogische Sicht hinterfragen, mit gesellschaftlichen Veränderungen mitwachsen und das jeweilige reflexive Professionsverständnis stetig auf den "Prüfstand" stellen und weiterentwickeln. "Das haben wir schon immer so gemacht!" wird hinterfragt und neu definiert, für eine sich stetig bewegende und qualitätsvolle Pädagogik, die mit der Zeit mitgeht und Verantwortung übernimmt.

Zielgruppe
Die Qualifizierung richtet sich an Pädagogische Fachkräfte aus dem Bereich der sozialen Arbeit und Kindertageseinrichtungen. Die Weiterbildung verbindet die Theorie sowie die Praxis der Pädagogik im Kontext der Offenen Arbeit. Die Hinzunahme organisationspädagogischer Forschung- und Evaluation sowie die aktuellen Rahmenbedingungen der einzelnen Teilnehmer-innen in den individuellen pädagogischen Feldern, ermöglichen zum einen die Weiterentwicklung des reflexiven Professionsverständnisses sowie den Ausbau der eigenen pädagogischen Haltung. Die Inhalte der Weiterbildung sind durch einen Workshop Charakter geprägt und ermöglichen eine intensive Auseinandersetzung und Weiterentwicklung der ei-genen pädagogischen Haltung.

Unterrichtszeiten
mittwochs von 9:00 bis 16:00 Uhr und donnerstags von 9:00 bis 16:00 Uhr
freitags von 9:00 bis 15:00 Uhr Hospitationstag in einer Pateneinrichtung.
(Zu Beginn der Weiterbildung werden sogenannte Patenschaften zwischen den Teilnehmer-innen und den Kursleiter-innen gebildet, die das Ziel verfolgen, eine kontinuierlichen Theorie- Praxisverzahnung zu ermöglichen).
Weiterbildungsinhalte
Modul I: Theorie- und Historie der Offenen Arbeit
"Wo kommt sie her und wo geht es hin?"
Mittwoch, (Gründung der Patenschaften sowie Vorstellung der jeweiligen Institutionen)
Modul II: Öffnungsprozesse als pädagogisches Qualitätsmerkmal reformierter Pädagogik durch päda-gogische Prozessbegleitung - "Qualität wie sie leibt und lebt!"
Mittwoch, Hospitation in der Pateninstitution
Modul III
Pädagogische Fachkräfte im Kontext der Offenen Arbeit
"Und was ist nun meine Rolle und wie fülle ich diese aus und was ist sie nicht?"
Mittwoch Hospitation in der Pateninstitution
Modul VI
Teamprozesse als Kern der Offenen Arbeit - "Meine, deine unsere?!"
Mittwoch, 25.03.20, Donnerstag, 26.03.20 und Freitag, 27.03.20 (Hospitation sowie Beratung des Abschlussprojektes in der jeweiligen Pateneinrichtung)
Modul V
Reflexion der bestehenden organisationalen Strukturen sowie pädagogische Prozessbeglei-tung im Kontext der Offenen Arbeit - "Pädagogik im Kontext der Offenen Arbeit geht nicht überall! Oder etwa doch?"
Mittwoch, 27.05.20, Donnerstag, 28.05.20 und Freitag, 29.05.20 (Fachtag mit dem Netzwerk Offene Arbeit Deutschland sowie Projektpräsentation)
120 Unterrichtsstunden
Die Termine für die fehlenden 3 Module werden noch bekannt gegeben!!

Die Kursgebühr ist skaliert wie folgt: ab 10 Teilnehmenden 1250 Euro, bei 12 Teilnehmenden 1050 Euro, bei 14 Teilnehmenden 900 Euro, ab 16 Teilnehmenden 800 Euro.
Ratenzahlung ist möglich!

Abschluss
Fortbildungszertifikat "Pädagogische Fachkraft im Kontext der Offenen Arbeit im Bereich der frühen Bildungsbegleitung"

Abschlussart
FACHKRAFT (Bezeichnung meist umgangssprachlich) i

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Das Weiterbildungsportal Rheinland-Pfalz ist ein Angebot des Ministeriums für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur Rheinland-Pfalz und des Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau Rheinland-Pfalz.

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