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Relevante Neuerungen beim Geldwäschegesetz

Inhalt

Dieses Seminar gibt neben einem Überblick über die wesentlichen Inhalte des Geldwäschegesetzes eine Über-sicht über die ab dem 26.06.2017 besonders relevanten Neuerungen des Geldwäschegesetzes.

Durch Geldwäsche werden organisierte Kriminalität und Terrorismus finanziert. Sie richtet erheblichen volkwirtschaftlichen Schaden an und gefährdet den fairen wirtschaftlichen Wettbewerb. Das Geldwäschegesetz legt deshalb bestimmten Berufsgruppen besondere Sorgfaltspflichten auf. Diese Pflichten gelten nicht nur in der Finanzbranche, sondern etwa auch für alle, die gewerblich mit Gütern handeln. So soll verhindert werden, dass Unternehmen für kriminelle Aktivitäten im Rahmen des Geldwäsche missbraucht werden.

Das Geldwäschegesetz verpflichtet Gewerbetreibende daher zu besonderer Sorgfalt, wenn beispielsweise größere Bargeldbeträge bewegt werden. Die zuständigen Aufsichtsbehörden prüfen zunehmend, ob die geldwäscherechtlich Verpflichteten ihren gesetzlichen Pflichten nachkommen. Werden die bestehenden Pflichten nicht erfüllt, drohen zukünftig für die Unternehmen drastischere Bußgelder.

Information
Am 22. Februar 2017 hat das Bundesministerium der Finanzen den Regierungsentwurf eines Gesetzes zur Umsetzung der 4. EU-Geldwäscherichtlinie, zur Ausführung der EU-Geldtransferverordnung und zur Neuorganisation der Zentralstelle für Finanzuntersuchungen veröffentlicht. Der Regierungsentwurf dient insbesondere der Umsetzung der Richtlinie (EU) 2015/849 (4.Gw-RL) die durch die Mitgliedsstaaten bis zum 26. Juni 2017 zu erfolgen hat.

Wussten Sie, dass Personen, die gewerblich mit Gütern handeln, durch das Geldwäschegesetz (GwG) als sogenannte "Verpflichtete" bezeichnet werden?

Dies gilt insbesondere für Güterhändler, die mit hochwertigen Gütern, wie z. B. Autos, Schmuck oder Kunst handeln. Im Rahmen des eigenen Risikomanagements, zur Vermeidung von Reputationsschäden und rechtlicher Konsequenzen sollten sich Unternehmer ihrer gesetzlichen Pflichten bewusst sein und unbedingt die Einbindung und korrekte Umsetzung der Vorschriften durch ihre Mitarbeiter sicherstellen.

Das GwG schreibt eine Vielzahl organisatorischer, in die Betriebsabläufe des Unternehmens eingreifender Maßnahmen vor. Dies ist jedoch den wenigsten Händlern bewusst, so dass sie bei Nichteinhalten der geforderten Maßnahmen ihre gewerberechtliche Zuverlässigkeit gefährden, zusätzlich zu rechtlichen Konsequenzen und gravierenden Geldbußen.

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